Mitsegeltörns für Abenteurer und Entdecker
Traumhaftes Kroatien

Törnbericht zum Segeltörn durch die Mitteldalmatischen Inseln | 2019

Törnverlauf

Samstag 13.06.2019 | 12 sm

Als Ausgangsbasis für unseren Segeltörn durch die mitteldalmatischen Inseln ist die Marina Kaštela ideal. Es gibt jede Menge Einkaufsmöglichkeiten zum verproviantieren, die Teilweise auch fußläufig gut erreichbar sind. Gegen etwas Aufpreis haben wir einen early Check in der Charterbasis gebucht, mit der Hoffnung die erste Nacht mehr in der Marina verbringen zu müssen.

Die Übergabe verlief recht zügig, vielleicht ein bisschen zu zügig um nicht zu sagen im Schweins Galopp. Nach dem ich mir die Yacht dann doch noch in Ruhe angeschaut hatte, musste der Vercharterer doch noch einmal ran. Er hatte dann jedoch direkt die Mängel in Ordnung gebracht, so das wir am frühen Abend die Marina in Richtung Šolta verlassen konnten.

Nečujam auf Šolta

13.07.2019 Samstag

Wir erreichen Nečujam auf Solta erst im Dunkeln und müssen uns mit dem sandigen Ankergrund herumschlagen. Nach mehreren Versuchen gelingt es uns endlich, den Anker zu setzen, und wir genießen den Abend in Ruhe bei gutem Essen, Bier und Wein an Bord.

Am nächsten Morgen starten wir entspannt in den Tag. Während einige bereits ihre ersten Schwimmrunden drehen, werden die beiden SUPs aufgepumpt. Der Urlaubsmodus ist voll und ganz eingekehrt. Schließlich brechen wir erst am Mittag auf, um in Richtung Brač weiterzufahren.

Brac

Sonntag 14.07.2019 | 13 sm

Der Wind bläst uns mit moderaten 10-15 Kn aus raumer Richtung. Wir erreichen schon am frühen Nachmittag die Smrka Bucht auf Brac. Packen die SUP´s aus, baden und werfen Blicke in den U-Boot Bunker aus dem zweiten Weltkrieg. Entschließen uns jedoch noch weiter zu ziehen und die Nacht in Bol zu verbringen.

Bol und das Zlatni Rat

Sonntag 14.07.2019 | 7 sm

Es war keine Überraschung: Es war ziemlich naiv anzunehmen, am späten Nachmittag in der kleinen Marina von Bol einen Liegeplatz zu bekommen. Die Marina war bereits komplett belegt. Glücklicherweise war die Wetterprognose für die Nacht jedoch sehr gut, also verbrachten wir die Nacht vor Anker an der Ostseite des Zlatni Rat. Das hatte zur Folge, dass wir wieder einmal erst am Mittag aufbrechen konnten.

Es bietet sich an, entlang der schönen Uferpromenade nach Bol zu spazieren, einen Cappuccino direkt am kleinen Hafen von Bol zu genießen und danach noch etwas Zeit am Zlatni Rat zu verbringen.

Am späten Vormittag lichten wir den Anker. Der Wind ist schnell vollständig eingeschlafen, daher setzen wir den Motor ein und machen uns auf den Weg zur Blaca-Bucht.

Einsiedelei Blaca

Montag 15.07.2019 | 13 sm

Die Blaca Bucht ist der perfekte Ausgangspunkt für eine kleine Wanderung zur Einsiedelei Blaca. Als wir die Bucht erreichen, ist es unglaublich heiß und wir schließen, es uns gemütlich zu machen. Wir baden, faulenzen und kochen am Abend zusammen an Bord und lassen den Tag ohne viel Programm ausklingen.

Am nächsten Morgen starten wir bereits um 8 Uhr morgens und machen uns auf den Weg durch das Tal zur Einsiedelei. Nach 45 Minuten erreichen wir unser Ziel und genießen die atemberaubende Aussicht. Auf dem Rückweg sammeln wir noch ein paar Kräuter für die Kombüse. Am Wegesrand wächst Salbei und Rosmarin im Überfluss.

Vom Müll am Ufer und in den Meeren

Montag 15.07.2019 | 13 sm

Als wir gestern von der Einsiedelei Blaca in die Bucht zurück kehrten. Haben wir das gesehen, was man mittlerweile überall in den Meeren und an den Ufern sehen kann. Der ganze Unrat unserer Zivilisation. Vom Strohhalm, über Plastikteile, Tüten, Säcke und was weiß ich nicht alles.

Wir haben uns entschlossen den Strand in der Bucht aufzuräumen. 12 Große Müllsäcke kamen zusammen. Die wir an Bord verstauten und zur nächsten Basis mitnahmen.

Mir ist der Meeresschutz ein Herzenssache. Überschüsse die sich am Jahresende der Segeltörns ergeben, spenden wir an Ocean Care  und Sea shepherd Dive.

Endlich richtig Wind!!

Dienstag 17.07.2019 | 13 sm

Bereits früh am Morgen, während wir noch in unseren Kojen liegen, hören wir den Wind durch die Wanten pfeifen. Da wir den Wind zum Segeln nutzen wollen, stehen wir früh auf und schaffen es tatsächlich, schon gegen 9:00 Uhr den Liegeplatz zu verlassen. Der Wind bläst konstant mit 20-25 Knoten und wir haben eine Menge Spaß auf dem Wasser. Wir sind den ganzen Tag unterwegs und erreichen schließlich Vis am frühen Abend.
Wir ankern in der Nähe von Podstražje, hier gibt einen der wenigen Strände mit feinem Sand auf der Insel. 

Heute lassen wir die Küche kalt und haben stattdessen einen Tisch in einer Konoba reserviert. 

Der alte Mann und das Meer

Mittwoch 18.07.2019 | 13 sm

Heute starten wir unseren Segeltörn wieder gemütlich und bleiben bis zum späten Vormittag in der Bucht. Nachdem wir die Boards an Deck geholt und an der Relling festgezurrt haben, setzen wir Segel und genießen den kräftigen Wind auf dem Weg nach Scedro. Unterwegs haben wir das Glück, auf eine kleine Gruppe Delphine zu treffen, die für kurze Zeit in unserer Bugwelle schwimmen. Obwohl die Tiere schon nach wenigen Minuten wieder verschwunden sind, sind wir alle aufgeregt.

Scedro ist eine fast unbewohnte Insel, aber es gibt eine wunderschöne geschützte Bucht mit einigen Konobas, in der wir sicher an Bojen festmachen können. Am Abend kommt jemand zum Kassieren ans Boot und bietet uns an, unseren Müll zu entsorgen. Zudem können wir diverses Gebäck für das Frühstück bestellen. Es ist sehr schön, unter der Laube von Ratos Grill zu sitzen und den Abend ausklingen zu lassen.

Von Scedro bis Starigrad

Donnerstag 19.07.2019 | 13 sm

Eigentlich wäre es vernünftiger gewesen schon gestern wieder an die Heimreise zu denken. Haben wir aber nicht. Somit haben wir jetzt 2 stramme Tage vor uns und sind schon beizeiten wieder unterwegs.

Nach gut 6 Stunden erreichen wir die Einfahrt von Starigrad und haben  vor dem einlaufen noch etwas Zeit zum Baden. Starigrad ist ein hübsches Städtchen mit guter Gastronomies und Kaffees die sich um das natürliche Hafenbecken reihen. Auch um Proviant nachzukaufen bietet sich der Ort perfekt an, es gibt vom Bäcker und Metzger bis hin zum Supermarkt und einem täglich geöffneten Wochenmarkt alles was das Herz begehrt.

Wir entschließen uns zwei Käfer Cabrios zu mieten und machen noch einen Abstecher nach Hvar. Fahrt über die Insel ist ein landschaftlich ein Traum. 

Hvar selber ist ein Juwel. Mit seinen engen Gassen und der freien Sicht von der Festung auf die Pakleni Inseln und Vis im Hintergrund.

Es geht zurück.

Freitag 20.07.2019 | 13 sm

Das Frühstück an Bord schenken wir uns heute, holen uns beim Bäcker ein paar Leckereien und frühstücken in einem der zahlreichen Kaffees. Übrigens, häufig bieten Kaffeebars keine Speisen an, man wird darauf verwiesen das man sich etwas beim Bäcker holen was man dann auch im Kaffee verzehren kann. Ähnlich wie man es aus einem Münchner Biergarten kennt. 

Gegen 10:00 Uhr verlassen wir Starigrad, machen noch einen kurzen Stopp zum Tanken in Milna bevor es die letzten Meilen unter Motor in Richtung Kastella geht.

Das Meer ist ruhig, so mancher lässt sich am Fender hinterziehen. Zu guter Letzt gibt es noch ein paar runden Halyard Swing vom feinsten.
Was das ist? Na, das siehst du im Video. 🙂

Kroatien ist mit Sicherheit eines der schönsten Segelreviere Europas, was mit jeder Menge Superlativen aufwarten kann. Die Auswahl an Charteryachten dürfte weltweit am größten sein. Das Preis-Leistungsverhältnis der Yachten ist sehr gut. Die Infrastruktur in den Marinas meist hervorragend.

Durch die unzähligen Inseln mit vielen geschützten Buchten und der vielen historischen Ortschaften sind Touren in Kroatien sehr abwechslungsreich, eine große Vorausplanung der Etappenabschnitte ist nicht notwendig. Die Gastronomie ist schon seit Jahren auf hohen Niveau. Ich persönlich habe das Gefühl das es sogar von Jahr zu Jahr noch ein wenig besser wird.

Fluch und Segen zugleich sind die vielen Bojenfelder die sich immer mehr in den Buchten breit machen. Freie Ankerplätze gibt es immer weniger. Von vielen Seglern wird das liegen in den Bojenfelder als Abzocke empfunden. Ich empfinde die Gebühren gerechtfertigt. Immerhin liegt man auch bei unruhigen Wetter ruhig und kann sich Ankerwachen sparen.  Zudem kann man sich gut vorstellen, das bei der hohen Anzahl an Yachten die über den Sommer im Revier unterwegs sind, die Unterwasserwiesen und sonstige Fauna stark leidet, wenn täglich der Meeresboden von Ankern durchpflügt werden.

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4 Kommentare zu „Segeltörn durch die mitteldalmatischen Inseln“

  1. 0bfdb2473ca92e1d2f2020d2fed7c7d1?s=50&d=mm&r=g

    Oh, ich freu mich schon wieder aufs nächste mal. Es war so schön mit euch. Das leckere essen an Bord und die angenehme Crew. Eins habt ihr geschafft. Ich bin infected!!

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