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Thailand´s unentdeckter Osten

Törnbericht vom Januar 2023

One Night in Bangkok

Nach einem langen Flug landeten Maria und ich in Bangkok, einer Stadt voller Kontraste. Die Hitze und Luftfeuchtigkeit schlugen uns beim aussteigen aus dem Flieger entgegen, aber wir konnten es kaum erwarten, unsere Reise zu beginnen. Unser Hotel liegt direkt am Phrayer River, nicht weit vom Grand Palace entfernt. Nachdem wir eingecheckt hatten, erholten wir uns kurz, bevor wir uns am Nachmittag mit der restlichen Crew trafen.

Ich hatte an diesem Nachmittag keine Lust mehr mich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu quälen. Also unternahmen wir eine Fahrt auf einem Longtail Boot auf einem Seitenarm des Phrayer River und waren erstaunt darüber, wie grün und ruhig es in Bangkok sein konnte. Hier und da gab es in den Abzweigen der Wasserstraße tolle Einblicke auf Paläste, Klöster und Buddha Statuen.

Wir stiegen in Chinatown aus, wo wir den Nachtmarkt besuchten und später köstliches Street Food probierten. Chinatown ist mega laut, voll mit Menschen. Aber einmal muß man es gesehen, erlebt und gerochen haben. Abends gönnten wir uns einen noch Absacker auf der Rooftop-Terrasse unseres Hotels, bevor wir ins Bett fielen.

Auf geht´s nach Ko Chang.

Für den darauffolgenden Tag hatten wir ein Taxi gebucht, das uns zur White Sands Marina auf Koh Chang brachte. Diese Marina sollte unser Ausgangspunkt für unseren Segelurlaub werden. Die Anfahrt dorthin dauerte etwa sieben Stunden, aber die Vorfreude auf das Segeln ließ die Zeit wie im Flug vergehen.

Die White Sands Marina erwies sich als ein idyllischer, gemütlicher Ort mit nur acht Yachten in der Marina. Denis, der Basemanager, und Mai, seine rechte Hand, begrüßten uns herzlich. Unser Katamaran war bereits verproviantiert, alle Einkäufe bereits sorgfältig verstaut. Nach einer gründlichen Einweisung in den Katamaran waren wir bereit die Yacht zu beziehen.

Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, konnten wir die die leeren Reisetaschen in der Basis zurücklassen, wo sie gut verschlossen, die nächsten zwei Wochen verstaut waren.
Wir verbrachten den Abend noch im dazugehörigen Resort haben lecker gegessen und uns einen schönen Abend mit einem Absacker gemacht.

Leinen Los - Segeln entlang Koh Changs Westküste

Es geht los!! Nicht ganz!! Wir kommen doch nicht ganz in die Puschen so das es fast Mittagszeit ist bis wir starten können. Eine Besonderheit gibt es bei Aqua Charters. Man kann nicht einfach eigenständig ablegen und losfahren. Auf Koh Chang läuft es so, dass man abgelegt wird. Die Base Crew macht die Leinen Los und Denis fährt einen höchstpersönlich aufs Meer raus, bevor er einem das Ruder übergibt und mit dem Dinghi wieder zurück fährt. Ein Service der gar nicht so schlecht ist, zu dem es den kurzen Fluß fahrt schon einmal mehr als spannend ist, da man an typischen Thai Pfahlbausiedlungen vorbeifährt und es jede Menge zu sehen gibt.

Wir setzen die Segel und sind schon auf der Westseite von Koh Chang als das Großsegel aus heiterem Himmel vom Mast runterknallt. Die Umlenkrolle am Groß Fall hat das zeitliche gesegnet. Wir kehren um Richtung Charterbase und schildern Demis was passiert ist. Als wir die Flußmündung erreichen sehen wir ihn schon, wie uns mit dem Dinghi entgegenkommt. Die Rolle wird ausgetauscht und eine Stunde später geht es bereits weiter an der Westküste entlang im Slalom durch die vielen schlecht markierten Fischernetze bis zum Klong Phrao Beach, wo wir die Nacht verbringen.

Wer zufällig an einem Samstag die Bucht anläuft, sollte es sich nicht entgehen lassen das samstägliche Thai Box Tournier anzusehen. Es lohnt sich!!!
Sobald es abends dunkel wird, werden die typischen Feuershows am Strand und vor den Restaurants aufgeführt. Wir setzen mit dem Dinghi an den Strand über, machen noch einen Strand Spaziergang, bevor im Koh Chang Seafood mit frischen Seafood verwöhnen lassen

Bang Bao Pier und Koh Mak

Nach dem Frühstück geht’s weiter bis an die Südwestküste von Koh Chang. Wir ankert über Nacht am Bang Bao Pier. Auch wenn die Bang Bao Pier schon recht touristisch ist. Gesehen muss man es haben. Touristisch aber trotzdem ziemlich thailändisch.

Am Pier angekommen, erstrecken sich auf beiden Seiten bunte Fischer- und Ausflugsboote, die in der Sonne glänzen. Später wird der Pier von Überdachungen gesäumt, und auf beiden Seiten reihen sich Restaurants, Geschäfte und kleine private Unterkünfte aneinander. Der Anblick ist einfach faszinierend, und ich habe das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen.

Wir beschließen, die Nacht hier zu verbringen, um das lebendige Treiben am Bang Bao Pier ausgiebig zu erleben. Die Vielfalt der Speisen in den Restaurants ist beeindruckend, und es gibt Souvenirläden, die lokale Kunsthandwerksprodukte anbieten. 

Weiter geht es nach Koh Mak, jedoch nicht ohne einen Zwischenstopp auf der Badeinsel Koh Wai zu machen. Es gibt mehrere kleine Riffe zum Schnorcheln, eine hübsche Beachbar und jede Menge Hängematten für ein perfektes Robinsons Erlebnis. Am Nachmittag verlassen wir das Eiland und erreichen kurz vor Sonnenuntergang Koh Mak, wo wir für die nächsten zwei Nächte bleiben. Von hier aus Segeln wir diverse Badebuchten auf Ko Rayang Nok und Ko Rang an. Beide Inseln mit Bacardi-Flair. Schöne Strände, kleines Schnorchelriff. Man kann es sich richtig gut gehenlassen.

Katamaran Törn durchs Koh Chang Archipel

„Aufbruch nach Koh Kood: Ein Paradies im Koh Chang Archipel“

Ein Thai in Bangkok sagte mir „Wenn du auf Koh Kood angekommen bist, dann bist du angekommen.“ Diese Worte begleiten uns während unseres vier Tage dauernden Aufenthalts auf der Insel, und sie könnten nicht treffender sein. Jede Bucht auf der Westseite ist schöner als die vorherige, mit feinem Sandstrand und Flussmündungen, die uns dazu einluden, mit dem Dinghi die Flüsse durch den Dschungel zu entdecken.

Eine der wenigen Möglichkeiten Süßwasser zu bunkern ist ein Steg in der geschützten Bang Bao Bay. Die Bucht bietet Schutz aus fast allen Richtungen und ist umsäumt von Hotelanlagen. Wir sind nach dem Wasser tanken auch gleich über Nacht geblieben und haben uns am folgenden Vormittag ein paar Motorroller geliehen um das Landesinnere zu erkunden. Ein Ausflug der sich gelohnt hat. Neben den Wasserfällen im Landesinneren gibt es auch zahlreiche Tempel, Buddhas und schöne Orte wo man über die Wälder hinweg aufs Meer blicken kann.

Wir haben es uns auf Koh Kood noch einige Tage gutgehen lassen. Sind gemütlich von Bucht zu Bucht gesegelt. Haben viel gebadet, geschnorchelt und haben den ein oder anderen Cocktail an Stränden in der Hängematte genossen.

Halbzeit: Es geht langsam wieder zurück.

Der Rückweg führt uns über die Ostseite von Ko Kood. Während der Wintermonate bietet die Ostseite der Insel kaum Schutz und es gibt eigentlich keine geschützten Ankerplätze während des Wintermonsuns, der konstant aus Nordost bläst.

Trotz dieser nicht ganz optimalen Voraussetzungen lohnt es sich, die beiden Fischerorte Ao Yai und Ao Salad anzusteuern. Beide Orte sind noch sehr ursprünglich, die Menschen leben hier noch vom Fischfang. Das Essen ist fantastisch, und man kann oft nur staunen, wie öffentlich das Leben in den offenen Häusern abläuft.

Der einzige Wermutstropfen während unserer Übernachtung in Ao Salad war der endlose Schwell, der in die Bucht drückte. An Schlafen war bei der Schaukelei nicht zu denken.

Zurück nach Koh Chang

Von Ko Kood aus setzten wir unsere Reise Stück für Stück über Koh Mak und Ko Wai fort, bis wir schließlich an der Südostküste von Koh Chang ankamen.

Die Wetterprognose für die Nacht auf Koh Chang ließ nichts Gutes erahnen. Starkwind war vorhergesagt, und der Base Manager machte sich Sorgen um unsere Sicherheit. Empfohlen wurde uns, die Nacht am Long Beach zu verbringen. Als der Anker fiel, war es in der Bucht noch recht ruhig.

Bisher sind wir Abends immer essen gegangen und haben die Yacht alleine am Ankerplatz zurückgelassen. Heute verzichteten wir jedoch darauf im Restaurant essen zu gehen und holten uns lieber das Menü als take away an Bord. Wir spiesten wie die Götter auf unserer rundum Terrasse an Bord.

Die Atmosphäre am Ankerplatz wurde lebhafter. Die Musik wurde lauter, und auf dem Vorschiff begann die Party. Doch dann peitschen die ersten Böen über die Bucht, und ich musste die Party beenden. Der Wind wurde stärker und frischte bis auf 45 knoten auf und es begann zu regnen. Wir retteten die Polster vom Deck, doch eines ging über Bord und war verschwunden.

In dieser Nacht fand ich in meiner Koje keine Ruhe. Der Sturm ließ die Yacht von einer Seite zur anderen schaukeln, dazwischen kurze Momente der Ruhe, bevor der Wind den Katamaran wieder in die Ankerkette rauschen ließ. Es pfiff und klapperte in der Takelage.

Gedanken schossen mir durch den Kopf. Was, wenn der Anker rutscht? Wie werden wir ihn im Starkregen wieder halten? Oder wird er sich so festfressen, dass er nicht mehr ohne Weiteres zu heben ist? Und schlafen die anderen überhaupt? Fragen über Fragen. Die Worte von Denis bei der Übergabe des Schiffs kamen mir in den Sinn: „Reffen wirst du hier im Revier nie müssen, wir haben nie Wind über 25 Knoten.“ Super, dachte ich, während ich am Abend schon 45 Knoten abgelesen hatte.

Glücklicherweise gehen solche Nächte vorüber. In die Runde fragte ich am nächsten Morgen, wie meine Mitsegler geschlafen hatten, und war erstaunt, dass fast alle gut geschlafen hatten, trotz des Lärms.

Letzte Etappe!! es geht zurück in den Heimathafen.

Das Wetter sollte sich heute nicht mehr bessern, der Wind ebenfalls nicht nachlassen, also beschlossen wir vom Long Beach aus zurück in die White Sands Marina zurückzulaufen. Auf ein Frühstück verzichteten wir. Wir lichteten den Anker, der sich Gott sei dank einfach heben ließ und rollten lediglich das Vorsegel zur hälfte raus. Der Katamaran kaum trotzdem gut in Fahrt und erreichte 8 Knoten Speed.

Auf der Flybrigde war es nicht sonderlich gemütlich. Gefühlt wurde man von jeder 5. Welle komplett abgeduscht. Irgend jemand war noch lieb und brachte mir Cornflakes mit Milch an den Steuerstand. Es war eine tolle Idee, Hunger hatte ich auch. Blöd war nur, das der Wind mir gleich beim ersten Versuch den Löffel zum Mund zu führen, die Cornflakes vom Löffel blies wo sie dann direkt bei meinem Nebensitzer auf die Backe klatschten.

2 Stunden nachdem wir unseren Ankerplatz verlassen hatten. Umrundeten wir das Monkey Cliff  und segelten an der Westküste von Koh Chang weiter in Richtung norden. Der Wind drehte jetzt weiter und kam uns fast entgegen. Da Katamarane dafür bekannt sind das ein gegen an kreuzen einfach nur mühselig ist, Rollten wir unser Vorsegel ein und liefen unter Motor weiter. Immer schön dicht unter Land um die dicksten Brecher zu vermeiden. 

Am Nachmittag erreichten wir dann die Flussmündung wo uns Denis wieder abholen sollte um uns über den Fluss in die Marina zu bringen. Aqua Charters hat in der Bucht vor der Fluss  Mündung ein paar Bojen zum ausgebracht, an denen Man festmachen soll solange man auf ihn wartet.

Na ja, für eine schwere Lagoon 450 und kräftigen Wind war die Boje nicht ausgelegt. Ehe ich bemerkte das der Bojenstein uns nicht halten konnte,, hatten uns der Wind inklusive Boje schon 200 m durch die Bucht gezogen.🙈

Ob die Jungs von Aqua Charters die Boje irgendwann mal wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückgesetzt haben entzieht sich meiner Kenntnis.

Wir sind am Ziel

Wir haben noch eine Weile draußen in der Bucht gewartet, ehe wir von Denis abgeholt wurden und in die Marina zurück gebracht wurden. Auch wenn wir nicht selber den Katamaran an der Pier festgemacht hatten, fanden wir schon das wir uns das letzte Festmacher Bier verdient hatten.

Alles in allem war es ein spannender Segelurlaub. Wir werden sicher wieder zurück kehren, solange Thailands Osten noch ein so unberührtes Segelrevier ist.

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Im im Winter 2024/25
geht´s wieder nach Thailand

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Du kennst jemanden, für den diese Urlaubsform auch spannend sein könnten? Dann freue ich darüber wenn du das Törn Programm teilst.

Wie sind die Kosten für den Törn kalkuliert?

Alle Kosten pro Teilnehmer sind zum Selbstkostenpreis kalkuliert und ohne Absicht einer Gewinnerzielung.

Es werden die Charterkosten wie Kautionsversicherung, Endreinigung, Kosten die durch Anzeigenschaltung in Internetportalen auf  die geplante Anzahl der Teilnehmer umgelegt. Der Skipper ist von der Kostenbeteiligung ausgeschlossen.

Im Falle das sich nicht alle Kojen belegen lassen, trägt der Skipper das finanzielle Risiko und schießt den Fehlbetrag dazu. Das heißt es kommt zu keinen Nachforderungen seitens des Skippers an die Teilnehmer.